Posted by: Jason Tudor, PAO | 22/07/2010

Zwischen multinationalem Dialog und Verständigung

(Editor’s Note: This blog is written by German army 2nd Lt. André Schroeder, who is interning with the Marshall Center’s Public Affairs Office.)

Ein sechswöchiges Praktikum erscheint an sich als ausreichende Zeit, um einen Einblick in die Arbeit einer Praktikumsstelle zu gewinnen. Anders am George C. Marshall Europäisches Zentrum für Sicherheitsstudien. Schon die ersten Stunden bzw. Tage an ihm und damit verbunden die ersten Eindrücke, lassen erwarten, dass die mutmaßlich adäquate Praktikumsdauer alles andere als hinreichend ist, um diese faszinierende Einrichtung im vollen Umfang kennenzulernen.

Dabei gibt es genug Informationen über das Marshall Center um sich vorab ein kleines Bild zu machen. Meine Ankunft in Garmisch-Partenkirchen an jenem warmen Sommertag verriet jedoch, dass ich kaum wirklich etwas über diese Einrichtung wusste und machte im gleichen Augenblick Lust darauf, so vieles mehr zu erfahren. Der erste Eindruck wurde versüßt durch den wundervollen Blick, den man auf die Alpen hat – da bin ich nun, an einem Ort, an dem andere Menschen Urlaub machen. Die Hektik der Urlaubshochsaison zieht sich indes durch ganz Garmisch-Partenkirchen. Doch fühle ich, dass sie das Marshall Center unberührt lässt. So erscheint mir der Ort in nahezu unmittelbarer Nähe zur Zugspitze als besonders friedlich.

Dieser Gedanke wird durch Gespräche mit einem der internationalen Mitarbeiter des Centers oder einem Lehrgangsteilnehmer bestätigt. Herzlichkeit, kollegiales Verhalten, Offenheit und Unbefangenheit sind dabei die ersten Eindrücke, die ich in diesen Tagen gewinnen konnte. Sie sind wichtige Voraussetzungen für den Auftrag des Marshall Centers; unter dessen Lehrgangsteilnehmern Dialog und Verständigung zu fördern und damit einen aktiven Beitrag zu einer friedvolleren Welt zu leisten.

Der Begriff Dialog setzt dabei die Notwendigkeit voraus, dass nicht nur gesprochen sondern auch zugehört wird. Das Wort Verständigung beinhaltet den Begriff Verständnis. Die Fähigkeit also, sich in jemanden oder einer Sache hineinzuversetzen, Gründe für bestimmte Positionen und Meinungen zu erkennen, in Verbindung mit dem festen Willen zur Dialogführung, sind die Ziele, die das Marshall Center offensichtlich umzusetzen bemüht ist.

Wie das geschieht, möchte ich im Rahmen meines Praktikums erfahren. Eines habe ich bereits erkannt und zwar, dass die Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Amerikanern in dieser bilateral angelegten Einrichtung weit über Begriffe wie Dialog und Verständigung hinausgeht. Aus meinen bisherigen Beobachtungen sind es Worte wie Vertrautheit bis hin zu Freundschaft, die dieses Verhältnis am besten bezeichnen. Wenn also nur ein geringer Teil davon auf die Lehrgangsteilnehmer überspringt, erscheint der Auftrag des Marshall Centers bereits erfüllt.


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